Ach, das ist ja wunderbar, mögen sich die Berliner Stadtoberen gedacht haben. Schon wieder eine Hollywood-Produktion, die in unserer schönen Stadt gedreht werden soll. Und anders als in den erst kürzlich hier gedrehten Filmen (Das Bourne Ultimatum, Inglourious Basterds oder Speed Racer) soll Berlin in diesem Film auch noch deutlich erkennbar sein! Das wird die Stadt noch attraktiver machen und viele neue Touristen anlocken, so die Idee.
Ob sich die Stadtoberen nach der Berlinale-Premiere von Unknown Identity immer noch so über ihren Stadtmarketing-Coup gefreut haben? Schließlich zeigen die Macher des Films die Stadt nicht unbedingt von ihrer freundlichsten Seite: Gedreht wurde im berühmt-berüchtigten Berliner Eis-Winter; Liam Neeson spielt einen Uni-Professor, der zu einem Kongress in die Stadt reist. Er hat einen Unfall, landet mit dem Taxi in einem Kanal. Als er nach tagelangem Koma wieder aufwacht, erkennt ihn aber seine Frau nicht mehr. Die behauptet, sie sei mit einem anderen Mann verheiratet.
Und so versucht der arme Kerl, die Sache aufzuklären. Dabei geht allerhand zu Bruch, ständig krachen Autos ineinander, entgleisen Straßenbahnen oder explodiert irgendwas. Und als ob das noch nicht genug wäre, fliegt das oberste Stockwerk des Hotels Adlon in die Luft. Ausgerechnet das Adlon! Das ja nicht nur während der Berlinale der Anlaufpunkt für internationale Stars ist.
Liam Neeson war dann auch zur Premiere nicht da. Angeblich steckt er in Kanada fest. Wir glauben aber, dass er sich nach den traumatischen Filmerlebnissen nicht mehr nach Berlin wagt… Dafür glänzte Diane Kruger auf dem roten Teppich in einem schicken Glitzerkleid, als Taxifahrerin im Film war sie ja nicht unbedingt der Hit. Auch die Nebendarsteller Sebastian Koch und Karl Markovics sind gekommen. Und so ist der vorletzte Festival-Tag dann doch noch zu einer eher einheimischen Angelegenheit geworden.


Und was ist daran jetzt so schlimm. Dieser Kommentar ist echt total doof geschrieben! Es ist doch nicht schlimm, wenn in Berlin im Winter gedreht wird. Das in einem Actionkracher regekmäßig was zu Bruch geht, ist genretypisch. Und es ist doch toll, dass so viel deutsche Stars in einer internationalen Produktion dabei sind und dann auch zur Premiere kommen. Liam Neeson da zu haben, wäre sicherlich nett gewesen, aber wir kommen doch auch ohne ihn aus. Warum muss man so einen negativ anghauchten Kommentar schreiben? Verstehe ich nicht. Bitte um Besserung. Die Berlinale ist vor allem ein Festival für Deutsche. Das ist es doch toll, wenn der Hintergrund eine deutsche STadt ist und deutsche Schauspieler kommen.