Der Februar ist nicht unbedingt die beste Zeit, um luftige Abendgarderobe auszuführen. Vor allem im winterlich-kalten Berlin. Dass sich am Potsdamer Platz trotzdem unglaublich viele Frauen in sagenhaft knappen Kleidern vor die Tür gewagt haben, hat einen ganz anderen Grund: Die Hauptstadt ist im Filmfieber! Am Donnerstagabend wurde die 62. Berlinale eröffnet – mit Stars wie Charlotte Gainsbourg, Heike Makatsch oder Nina Hoss, noch mehr Kameras und einem wahrhaft revolutionären Eröffnungsfilm: Das französische Kostümdrama „Leb wohl, meine Königin“ erzählt von den letzten Tagen vor der Revolution im Jahre 1789.
Diane Kruger spielt darin Königin Marie Antoinette – und macht ihre Sache ziemlich gut. Noch besser ist allerdings die Französin Léa Seydoux, die als Vorleserin der Königin eine Glanzleistung abliefert. Es ist natürlich noch viel zu früh, über die Vergabe der Preise nachzudenken, die Französin (die zuletzt im vierten Teil der „Mission: Impossible“-Reihe und in Woody Allens „Midnight in Paris“ zu sehen war) empfiehlt sich aber schon einmal für einen Silbernen Bären als beste Schauspielerin. Auch auf dem roten Teppich vor dem Berlinale Palast konnte Seydoux überzeugen: Sie erschien in einem blutroten schulterfreien Kleid. Ihre „Königin“ Diane Kruger glänzte dagegen ganz in schwarz. Zwei Leinwandköniginnen, keine Frage.
Die Königin von Hollywood ließ sich dagegen am Donnerstagabend noch nicht sehen: Angelina Jolie ist schon in Berlin, wärmt sich aber noch bis Samstag auf: Dann feiert ihr Regiedebüt „In the Land of Blood and Honey“ Premiere auf der Berlinale. Ihre Kinder hat sie schon mitgebracht, der Vater kommt angeblich nach: Brad Pitt wird in den nächsten Tagen in Berlin erwartet.


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