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Festival Blog > Archiv nach Tag 'Schlafkrankheit'

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Die Bären sind los: Das große Berlinale-Finale (Tag 10) Von josefgruebl am Sonntag Februar 20, 2011

Nader and Simin, a Separation (Berlinale 2011)

Am Anfang war er nur „der Iraner“. „Hast du schon den Film von dem Iraner gesehen?“, wurde man in den letzten Tagen immer wieder gefragt. Die Schlaumeier hielten gleich noch einen Vortrag darüber, dass Asghar Farhadi – so der Name des Iraners – schon vor zwei Jahren einen Bären gewonnen hat. Damals für die beste Regie des Films About Elly. 2011 ist dem iranischen Filmemacher aber der ganz große Coup gelungen: Sein Film Nader and Simin, a Seperation wurde mit insgesamt drei Bären ausgezeichnet.

Hier alle Preisträger der Berlinale 2010 im Überblick:
Goldener Bär: Nader and Simin, a Seperation von Asghar Farhadi
Großer Preis der Jury: The Turin Horse von Béla Tarr
Beste Regie: Ulrich Köhler für Schlafkrankheit
Beste Schauspielerin: das Schauspielerinnen-Ensemble von Nader and Simin, a Seperation
Bester Schauspieler: das Schauspieler-Ensemble von Nader and Simin, a Seperation
Herausragende künstlerische Leistung: Kamera und Production Design von El Premio – The Prize
Bestes Drehbuch: Joshua Marston und Andamion Murataj für The Forgiveness Of Blood
Alfred-Bauer-Preis: Wer wenn nicht wir von Andres Veiel

Der Goldene Bär für Asghar Farhadis Film ist insofern eine Überraschung, weil er keine Überraschung ist. In den vergangenen Jahren hat die Jury regelmäßig Außenseiter prämiert – und die Kritikerlieblinge links liegen lassen. Dieses Jahr aber waren sich Jury, Kritiker und Meinungsmacher einig: „Nader and Simin“ war der beste Film des Wettbewerbsjahrgangs. Auch wir sahen den Film schon früh ganz weit vorn (siehe Blog, Tag 6 – darin auch eine kurze Inhaltsangabe des Films).

War’s das schon? Nicht ganz: Auch für Schauspiellegende Armin Mueller-Stahl gab’s einen Bären, genauer gesagt den Goldenen Ehrenbären für sein Lebenswerk. Und dann wurde auch noch der Teddy verliehen. Diesen Preis gibt es schon seit 25 Jahren. Er geht an den Berlinale-Film, der sich auf besondere Weise mit schwulen oder lesbischen Themen befasst. Hier gewann das argentinische Melodram Ausente von Regisseur Marco Berger.

Der allerletzte Berlinale-Tag gehört wie jedes Jahr dem Publikum: Am Sonntag, dem sogenannten Kinotag, können die Zuschauer Verpasstes nachholen bzw. jene Filme sehen, die tags zuvor einen Preis gewonnen haben. Wir verabschieden uns an dieser Stelle und hoffen wie jedes Jahr darauf, dass möglichst viele Berlinale-Filme den Weg ins Kino oder auf DVD schaffen. Schließlich lieben wir Filme. Sie doch auch, oder?

Berlinale 2011

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Schlagwörter:About Elly, Andres Veiel, Armin Mueller-Stahl, Asghar Farhadi, Ausente, Béla Tarr, El Premio - The Prize, Marco Berger, Nader and Simin a Seperation, Schlafkrankheit, The Forgiveness of Blood, The Turin Horse, Ulrich Köhler, Wer wenn nicht wir

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Lady Madonna und andere gekrönte Häupter auf der Berlinale (Tag 3 und 4) Von josefgruebl am Montag Februar 14, 2011

Berlinale 2011, Festival Palace

An dieser Stelle ein kleines Rätsel für den geneigten Filmfan: Gesucht wird der Name einer Amerikanerin. Sie ist Sängerin, Schauspielerin, Autorin und neuerdings auch Regisseurin. Eine Frau, die in Berlin jederzeit willkommen ist, der Berlinale aber einen Korb gegeben hat. Die dann aber doch noch kam und wegen einer minutenkurzen Filmsequenz für die größte Aufregung des an Aufregungen reichen ersten Berlinale-Wochenendes sorgte.

Die Rede ist natürlich von Madonna, ganz klar. Nachdem tagelang spekuliert wurde, ging es am Samstagnachmittag dann recht schnell: Um halb fünf landete ihr Privatjet in Berlin-Tegel, um halb neun stöckelte sie auf die Bühne eines Kinosaals am Potsdamer Platz. Dort präsentierte sie 200 handverlesenen Branchenvertretern einen minutenkurzen Ausschnitt aus ihrer ersten Spielfilmregie, beantwortete ein paar Fragen und verschwand genauso schnell wieder wie sie gekommen war.

In den vergangenen beiden Tagen gab es auch noch andere Filme zu sehen. Sogar in voller Länge, man glaubt es kaum… Die meisten davon wurden recht positiv aufgenommen: Die Tragikomödie Almanya – Willkommen in Deutschland über eine türkische Großfamilie in Deutschland zum Beispiel. Ein sympathischer Beitrag zur Integrationsdebatte. Oder Schlafkrankheit, ebenfalls ein deutscher Film im Wettbewerb, der die Geschichte von zwei europäischen Ärzten in Kamerun erzählt. Für Regisseur Ulrich Köhler ist es „ein Film über Europa“, für uns der spannendste Afrika-Film seit langem.

Weniger gut kam der amerikanische Wettbewerbsbeitrag Yelling to the Sky mit Zoe Kravitz (der Tochter von Lenny) an. Als „Seifenoper“ oder „Ghetto-Kitsch“ wurde die Story einer jugendlichen Drogendealerin beschimpft. Nicht ganz zu unrecht… Und dann war da noch der Youtube-Film Life in a Day: Aus 80.000 Einsendungen von Amateurfilmern montierte der schottische Regisseur Kevin Macdonald einen flotten, aber auch erschreckend banalen 90-Minüter. Tausende von Youtube-Schnipseln machen eben keinen guten Film.

Apropos Filmschnipsel: Madonna zeigte eine Ehebruchszene aus W.E., ihrem Film über die Liebe von Edward VIII. zu Wallis Simpson. Nach Berlin kam sie, um den Film international zu verkaufen. Wann und wo er in voller Länge zu sehen sein wird, ist noch offen. Die Liebesgeschichte von Edward und Wallis spielt übrigens auch in The King’s Speech eine Rolle. Dessen Hauptdarsteller Colin Firth und Helena Bonham Carter werden übrigens in den nächsten Tagen in Berlin erwartet. Es bleibt also spannend.

Berlinale 2011: Almanya

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Schlagwörter:Almanya - Willkommen in Deutschland, Colin Firth, Helena Bonham Carter, Kevin Macdonald, Life in a Day, Madonna, Schlafkrankheit, The King's Speech, Ulrich Köhler, W.E., Yelling to the Sky, Zoe Kravitz

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